Lebenslauf

Ich wurde am 1. Februar 1982 in Bad Oyenhausen als Sohn einer italienisch-niederländischen Arbeiterfamilie geboren. Ich bin Politikwissenschaftler (M.A.) und vor meiner Wahl in den Deutschen Bundestag, war ich hauptsächlich als Geschäftsführer in einem Familienbetrieb tätig. Seit 1993 lebe ich mit kurzen Unterbrechungen im Landkreis Wolfenbüttel. Hier absolvierte ich mein Abitur auf dem Gymnasium im Schloss und studierte anschließend in Braunschweig und in Potsdam. Während meiner Studienzeit arbeitete ich u.a. bei mittelständischen Betrieben und für die damalige Europaabgeordnete Sahra Wagenknecht.

Mein politisches Engagement begann vor rund 20 Jahren. Damals war ich noch Schüler und organisierte Demonstrationen für bessere Bildung, gegen die Kriege in Jugoslawien und Afghanistan und als Neonazis mit einem Brandanschlag auf die Wolfenbütteler Moschee für Angst und Schrecken gesorgt hatten. Im Jahr 2000 trat ich der sozialistischen Jugend [’solid] bei und etwas später der PDS, die 2007 in der Partei DIE LINKE aufging.

Politische Erfahrung sammelte ich unter anderem als Fraktionsvorsitzender im Wolfenbütteler Kreistag (2011-2015), als Landtagsabgeordneter in Niedersachsen (2008-2013) und zuvor als Bundessprecher der Linksjugend. Im Niedersächsischen Landtag war ich Sprecher meiner Fraktion für die Themengebiete Hochschule, Wissenschaft, Forschung sowie Jugend- und Kulturpolitik. Außerdem habe ich im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Atommüllendlager Asse II mitgearbeitet. In Zeitungen hieß es damals, ich sei „eine der wahrnehmbarsten Figuren der Niedersachsen-Linken“ und „Niedersachsens unnachgiebigster Kämpfer gegen Uni-Gebühren“ (taz 2012), ein „sehr engagierter Abgeordneter“ und „selbstbewusster Redner“ (Braunschweiger Zeitung 2013) und mein Auftreten sei „voller aufrichtiger Euphorie“ (FAZ 2015).

Seit 2015 bin ich Vorsitzender der parteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, die landesweit als Förderin politischer Bildung in Erscheinung tritt. Außerdem bin ich Mitglied in diversen Organisationen, darunter in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, im Mieterbund und in der AG Schacht Konrad.

Am 1. Juli 2017 erschien mein politikwissenschaftliches Buch „Atommüll – Konfrontation und Kooperation bei der Endlagersuche“. Das Buch ist ein Resultat meines Engagements gegen Atomkraft und das marode Atommülllager im Salzbergwerk Asse II bei Wolfenbüttel. Die auf Druck der Anti-Atomkraft-Bewegung neu gestartete Endlagersuche braucht eine wirksame Bürgerbeteiligung und eine stärkere wissenschaftliche Forschung – auch dafür setze ich mich ein.

Am 24. September 2017 kandidierte ich bei der Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Salzgitter/Wolfenbüttel/Vorharz und wurde auf Platz 4 der Landesliste meiner Partei in den Bundestag gewählt. Die niedersächsische Linke ist dort mit fünf Abgeordneten vertreten.

Neben der politischen Arbeit verbringe ich Zeit mit Familie und Freunden, gehe leidenschaftlich gerne laufen, wandere im Harz oder in den Bergen Südtirols und pflege meinen kleinen Ost-und Gemüsegarten. Außerdem besuche ich gerne Konzerte und Ausstellungen.