Deutlich höhere Kosten bei der Corona-Warn-App

Kosten der Corona-Warn-App

Die Bundesregierung fragte ich nach den Kosten der Corona-Warn-App. Aus der Antwort der Bundesregierung auf meine Anfrage geht hervor, dass die Corona-Warn-App deutlich mehr kostet als bislang bekannt. Im Fokus standen bislang die rund 20,6 Millionen Euro für die Entwicklung der App.

Die Corona-App kostet deutlich mehr als die vom Bund bislang ausgewiesenen Kosten von 20 Millionen Euro. Das ist nur die Summe für die Entwicklungskosten. Auf meine Anfrage gibt die Regierung zu, dass sie bis Ende 2021 mit Kosten von über 69 Millionen Euro rechnet. Die weiteren Kosten betreffen die Wartung, Pflege, den Betrieb und die Bewerbung der App. Allein die Telekom-Tochter T-Systems erhält davon über 52 Millionen Euro. Gesundheitsminister Spahn hätte diese Zahlen gleich nennen sollen anstatt die Kosten öffentlich schönzurechnen. In Krisenzeiten muss schnell gehandelt werden. Das darf aber nicht zur Intransparenz des Regierungshandelns führen. Auffällig ist, dass von der Auftragsvergabe im Wesentlichen zwei DAX-Unternehmen besonders profitieren und die Kosten für die Werbeagentur sehr hoch sind. DIE LINKE fordert eine gesetzliche Regelung für den Einsatz der Corona-App, die die wirkliche Freiwilligkeit der App sicherstellt, die Kriterien für ihren Einsatz klar regelt und Restrisiken für einen Datenmissbrauch ausschließt.

Es berichtete unter anderem die Tagesschau über meine Anfrage.

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